iVTH wirbt zwei neue Forschungsvorhaben für den Holzbau- und Klebstoffbereich ein

Am 1. Januar 2021 starteten zwei neue vom iVTH betreute Vorhaben der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF).

Das Projekt 21285 N „Optimierung des Ersatzstabverfahrens für biegedrillknickgefährdete Bauteile aus Holz unter Momenten-Normalkraft-Belastung“ zielt darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit des Holzbaus als vergleichsweise energieeffiziente Bauweise bei gleichzeitig ressourcenschonenderem Materialeinsatz gegenüber anderen Bauweisen zu fördern. Das auf eine Laufzeit von zwei Jahren angelegte Forschungsprojekt wird am Institut für Konstruktion und Entwurf der Universität Stuttgart bearbeitet. Über Versuche soll eine Datenbasis für analytische und numerische Untersuchungen geschaffen werden, sodass die wirtschaftliche Optimierung des kombinierten Ersatzstabnachweises durchgeführt werden kann. Dabei finden die für das Tragverhalten wesentlichen Effekte, wie zum Beispiel das Plastizieren des Holzes in der Druckzone, Berücksichtigung. Der optimierte Nachweis soll eine bessere Ausnutzung schlanker, stabförmiger Holzbauteile ermöglichen und damit Querschnittsabmessungen reduzieren, Materialkosten sparen und größere Spannweiten ermöglichen.

Drei Forschungseinrichtungen werden gemeinsam am IGF-Projekt 21550 N „TACITUS FAQs– Eruierung und Klärung von Aspekten für eine wirtschaftliche Anwendung von Laubholzkonstruktionen mit eingeklebten Stäben“ arbeiten, welches an das Vorgängerprojekt „TACITUS“ anschließt. Zu den Projektausführenden gehören das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM), die Technische Universität Dortmund mit dem Fachgebiet Werkstoffprüftechnik (WPT) und die Hochschule RheinMain, vertreten durch das Institut für Baustoffe und Konstruktion (HSRM). Das Vorhaben hat eine Laufzeit von zweieinhalb Jahren.

Im Fokus stehen heimische Laubhölzer, die im Bauwesen einen noch vergleichsweise geringen Marktanteil aufweisen. Mit Hilfe der Forschungsergebnisse sollen normennahe Methoden entwickelt werden, mit denen sich das Traglastverhalten von eingeklebten Stäben bei Laubholzprodukten bewerten lässt. Dies soll zu Material- und Kosteneinsparungen bei der Ausführung von Holzbauwerken führen und die Palette der in Holzbauweise herstellbaren Konstruktionen erweitern.

Der iVTH wird seine Mitglieder durch Kurzberichte über den Fortschritt der Forschungsarbeiten auf dem Laufenden halten. Alle Ergebnisse werden in Abschlussberichten zusammengefasst, die über den iVTH zu beziehen sind.

Zuletzt geändert am: 2021-01-07 10:37:55 CET
Quelle: http://ivth.org/de/presse-igf-projekte2021/

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