18. Kolloquium Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik

27. - 28. Februar 2018, Köln

Am 27. und 28. Februar 2018 fand im Maternushaus in Köln das 18. Kolloquium: „Gemeinsame Forschung in der Klebtechnik“ statt. Den rund 240 Teilnehmern bot sich auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Tagungsprogramm rund um Klebstoffe und das Kleben der verschiedensten Materialien. Zu den fünf Themenschwerpunkten zählten die Qualitätssicherung, Simulation, Fertigung, Medizin und Medizintechnik sowie der Bereich Holz- und Stahlbau.

Das Auditorium der Session Holz- und Stahlbau
© Franz-Josef Heise / FOSTA e. V.

Während der „Holz-Session“ berichtete zunächst Andreas Amorth von der ZÜBLIN Timber Aichach GmbH über die Entwicklung und den Einsatz von Sonderschalungen für Freiformen aus Beton, die beim Bau von Stuttgart 21 verwendet werden.

Dr. Till Vallée, Fraunhofer IFAM, präsentierte danach aktuelle Ergebnisse aus dem IGF-Projekt „Ganzjähriges qualitätssicheres Kleben von Gewindestangen im Holzbau“, mit dem eine Entkopplung der Klebstoffaushärtung von den Außentemperaturen für den Einsatz auf der Baustelle angestrebt wird.

Eine zuverlässige Klebung z. B. in Brettschicht- und Brettsperrholz ist für den Holzbau unerlässlich. Für verklebte Bauteile aus Fichten-/Tannenholz liegen bereits langjährige Erfahrungen vor, während die holzartenspezifischen Verklebungseigenschaften alternativer Holzarten (z. B. Buche, Eiche, Douglasie) für den Holzbau noch Forschungsbedarf bieten. Hierauf baut das IGF-Vorhaben „Analyse von Holzchemie-Klebstoff-Interaktionen und ihre Auswirkung auf kohäsive und adhäsive Bindungen“ auf. Über den Stand des Vorhabens informierte Theresa Wolfrum von der Holzforschung München (HFM). Im Projekt soll u. a. der Einfluss von Holzinhaltsstoffen auf das Abbindeverhalten in den Klebstofffugen untersucht werden. Daraus sollen effiziente Verklebungsbedingungen resultieren, um zukünftig sichere, dauerhafte Verklebungen von alternativen Holzarten und somit langlebige Baukonstruktionen zu gewährleisten.


© R. Marutzky / iVTH

Veranstalter des GAK-Kolloquiums sind

  • die DECHEMA – Gesellschaft für Chemische Technik und
    Biotechnologie e. V.,
  • die DVS - Forschungsvereinigung Schweißen und verwandte
    Verfahren e. V. des Deutschen Verbands für Schweißen und
    verwandte Verfahren e. V.,
  • die FOSTA – Forschungsvereinigung Stahlanwendung e. V. und
  • der iVTH – Internationaler Verein für Technische Holzfragen e. V.
Der GAK (Gemeinschaftsausschuss für Klebtechnik) wurde 2005 zur branchenübergreifenden Evaluierung von Ideen zu Forschungsprojekten konstituiert. Die Industriemitglieder des GAK beraten branchenübergreifend über Forschungsanträge, insbesondere im Rahmen der Industriellen Gemeinschaftsforschung (IGF). Zu seinen Aufgaben zählt weiterhin der Praxistransfer von Forschungsergebnissen aus Projekten der IGF im Klebstoffbereich. Während des Klebtechnik-Kolloquiums werden die Teilnehmer alljährlich über aktuelle Forschungsergebnisse der laufenden und abgeschlossenen IGF-Vorhaben und weitere Entwicklungen im Bereich der Klebtechnik informiert.

Flankiert wurde die Veranstaltung von einer Ausstellung, in der Klebstoffhersteller, Anbieter von Labor- und Analysegeräten sowie Forschungseinrichtungen ihre Produkte, Verfahren und Dienstleistungen sowie Forschungsergebnisse vorstellten.

Zuletzt geändert am: 2018-03-07 08:54:58 CET
Quelle: https://ivth.org/de/presse-klebtechnik2018/

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