Verleihung des Wilhelm-Klauditz-Preises 2009

Braunschweig, 17. September 2009

Die Preisträger des Wilhelm-Klauditz-Preises zusammen mit dem niedersächsischen Minister für Wissenschaft und Kultur, Herrn Lutz Stratmann (4. von links) und dem Vorsitzenden des iVTH, Herrn Dr. Ralf Becker (5. von links): Dr.-Ing. Hendrik Wust, Prof. Dr.-Ing. Ulrich Schwarz, Rico Rechner, Michael Oertel, Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ sowie Frau Dr. Irene Jansen (von links nach rechts). Herr Prof. Dr. Eckhard Beyer konnte leider nicht teilnehmen.

Der Internationale Verein für Technische Holzfragen e. V. hat am 17. September 2009 den "Wilhelm-Klauditz-Preis für Holzforschung und Umweltschutz" an eine Forschergruppe verliehen, zu der Dr.-Ing. Hendrik Wust (Forschungszentrum Jülich), Prof. Dr.-Ing. Ulrich Schwarz (FH Eberswalde), Prof. Dr.-Ing. André Wagenführ (TU Dresden), Prof. Dr. Eckhard Beyer (Fraunhofer IWS), Frau Dr. rer. nat. Irene Jansen (Fraunhofer IWS), Dipl.-Ing. Michael Oertel (Gesellschaft für Wissens- und Technologietransfer Dresden) und Dipl.-Ing. Rico Rechner (TU Dresden) gehören.

Die ausgezeichnete Arbeit befasst sich mit einem neuen Verfahren der Kantenverarbeitung im Möbelbau. Durch interdisziplinäre Zusammenarbeit ist es den Wissenschaftlern gelungen, die Schmalflächenbeschichtung von Möbelwerkstoffen mittels eines lasergestützten Verfahrens bis zur Anwendungsreife zu entwickeln. Mit dem Verfahren kann eine Schwachstelle bei der Verarbeitung plattenförmiger Holzwerkstoffe in der Fertigung hochwertiger Möbel grundlegend verbessert werden. Gleichzeitig wurde erstmals Laserstrahltechnik in der Holz- und Möbelindustrie eingesetzt. Der Klebprozess lässt sich so mit einer bedeutend höheren technischen und optischen Qualität realisieren. Das Verfahren ermöglicht darüber hinaus, den Aufwand zum Bau der Beschichtungseinrichtung zu verringern, die Prozessgeschwindigkeit zu steigern und die Energiekosten zu senken. Höhere Wärmestandfestigkeiten der Kanten durch Einsatz höherschmelzender Klebstoffe verbessern zusätzlich die Gebrauchstauglichkeit der hergestellten Möbel.

Für die Maschinenindustrie und die Möbelfertigung hat die ausgezeichnete Arbeit damit eine hohe technische Relevanz. Die Entwicklung ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie ein wirtschaftlich interessanter Transfer neuer Technologien in die Holzindustrie durch fach- und institutsübergreifende Forschung bewirkt werden kann.

Zuletzt geändert am: 2015-11-30 11:42:56 CET
Quelle: https://ivth.org/de/wk-preis/2009

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